Hotel Gates Berlin  

 

Historie: Aus guter Tradition

"Kaum eröffnet - schon ausverkauft" titelten die Berliner Zeitungen zur Eröffnung des Hotel Windsors im Juni 1957. In der Rekordzeit von drei Monaten wurde aus einem ehemaligen herrschaftlichen Wohn- und Geschäftshaus ein "internationales Hotel für verwöhnte Ansprüche".

Gründer und Inhaber des Hotels war Werner G. Lang, Honorarkonsul von Paraguay und Ehrenbürger mehrerer US-Städte. Sein internationales Ansehen, aber auch seine Ehe mit der europaweit gefeierten Primaballerina der Berliner Oper, Gisela Deege, führten Filmgrößen, Diplomaten und Politiker aus aller Welt in das First-Class-Hotel in der Knesebeckstraße. Gerne posierte der Konsul mit der Prominenz für die Fotografen oder ließ die neuesten Rennwagen vor dem Eingang vorfahren. Internationale Stars wie Claudia Cardinale, Marlon Brando und Harry Belafonte begrüßte er im Hotel Windsor, genauso wie die deutschen Leinwand-Lieblinge Heinz Rühmann oder Charles Regnier. Und wenn das Team von Hertha BSC ein Heimspiel hatte, warteten Fans am roten Teppich des Hotels, um Fotos und Autogramme von ihren Fußballidolen wie Uwe Seeler oder Franz Beckenbauer zu ergattern. Treffpunkt für Stars und Hotelbesucher war die hoteleigene Bar. Hier schlürften Eddie Constantine, Hans-Joachim Kulenkampff und viele andere den vom Barchef Dieter Fuhrmann kreierten "Hotel Windsor"-Cocktail. Nach 16 Jahren erfolgreicher Hotelführung zog sich Werner G. Lang im Jahr 1973 zurück. Er verkaufte das Hotel an Georg Sponholz, dessen Laufbahn im Haus als Wagenmeister begonnen hatte. Ihn hatte Lang schon zuvor mit Führungsaufgaben betraut. Aufgrund eines Rechtsstreits konnte der neue Inhaber den alten Namen "Windsor" nicht beibehalten. In Erinnerung an die Geschichte des Hotels und aus Dankbarkeit gegenüber Lang nannte er das Haus in "Hotel Consul" um.

 

Nach der Wiedervereinigung kaufte der Immobilienunternehmer Abraham Rosenthal 1990 das "Hotel Consul". Er baute das mittlerweile in die Jahre gekommene Haus zu einem komfortablen Stadthotel um. Erster Schritt war die Erneuerung des Eingangsbereichs.

Der Berliner Architekt Armand Grüntuch entwarf ein futuristisches Vordach aus Glas und Stahl, das im bewussten Kontrast zur denkmalgeschützten Gründerzeitfassade steht. Die neugestaltete Rezeption erstrahlt seitdem im modernen Design und gibt den Blick frei auf ein Stück Geschichte des Hauses: das ebenfalls denkmalgeschützte Treppenhaus. Die Verbindung von Tradition und Moderne war auch das Leitmotiv für die umfassendste Veränderung des Hotels seit seiner Gründung.

Ende November 2000 wurde mit einer grundlegenden Sanierung des gesamten Hauses begonnen. Das einzigartige, an den Bedürfnissen der modernen Informationsgesellschaft orientierte Konzept  - PC und Highspeed-Internet kostenlos in jedem Zimmer - setzt bis heute Standards. Im Mai 2001 feierte das frisch restaurierte Traditionshotel seine Wiedereröffnung mit innovativem Konzept und einem neuem Namen: Hotel Gates.

Die wachsende Beliebtheit von Europas erstem Internethotel gab bald Anlass zur Erweiterung. Im Frühjahr 2004 war der Ausbau abgeschlossen, insgesamt 104 Zimmer stehen den Gästen des Vier-Sterne-Hotels seitdem zur Verfügung.



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